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Drei typische Fallstricke bei der Gründungsfinanzierung

– und wie man nicht darüber stolpert.
eingestellt von P. Müller am 01.12.11 um 14:23

Viele Existenzgründer gehen mit guten Ideen an den Start, kommen jedoch sehr früh in Schwierigkeiten, weil das Geld (scheinbar) nicht ausreicht. Woran liegt das und wie kann man solche Probleme vermeiden?

Der Businessplan ist unvollständig oder nicht schlüssig

Viele Businesspläne beschreiben ausführlich und überzeugend Produkt- und Leistungsangebote, Marktsituation, Standort und Konkurrenz. Weniger eingehend werden die Fragen der Rentabilität und der erforderlichen Liquidität behandelt. Bei Fremdfinanzierungen wird oft nur der Kapitalbedarf erwähnt, Aussagen zu Sicherheiten und insbesondere zum Kapitaldienst fehlen häufig.

Die Startliquidität/das Eigenkapital ist nicht ausreichend

Bei der Planung des Unternehmensstartes kalkulieren den Aufwand für die Investition und die Gründung ein, beachten jedoch weitere wesentliche Liquiditätsfaktoren wie die zeitliche Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben sowie die geringen Umsätze in der Startphase meist nur unzureichend – Liquiditätsengpässe sind die zwangsläufige Folge.

Das Finanzierungsgespräch zum Kredit- oder Förderantrag wurde nicht richtig vorbereitet

Neben der Vollständigkeit, Prüffähigkeit und Plausibilität der eingereichten Unterlagen wird der Präsentation des Unternehmenskonzeptes und des Finanzierungsantrages im persönlichen Gespräch mit dem Finanzierungsinstitut oft zu wenig Bedeutung beigemessen. Steht der Unternehmer zu seinem Konzept? Bringt er ausreichend kaufmännisches Wissen mit, um sein Unternehmen zu führen? - sind nur zwei Fragen, deren Beantwortung die Entscheidungsfindung einer Bank maßgeblich beeinflusst.

Im Rahmen einer Existenzgründungsberatung kann sich der angehende Unternehmer mit dem erforderlichen Wissen für einen erfolgreichen Start ausstatten lassen und erkannte Defizite oder Schwachstellen rechtzeitig angehen.

© Peter Müller